Los von Muttern Zu Christi Himmelfahrt mit dem Kremser ins Grüne FRANKFURT/MAIN (dpa) Wenn zu Christi Himmelfahrt das Wetter mitspielt, zieht es die Menschen ins Freie Der kirchliche Feiertag, der seit dem vierten Jahrhundert begangen wird, hat sich vor allem zu einem Ausflugstag für die Familie entwickelt. Daran hat seine Ernennung zum Vatertag nichts geändert. Bei dieser Gelegenheit wurden Gemarkungsgrenzen überprüft und ein Bittgebet für das Gedeihen der Feldfrüchte gesprochen. Vielerorts war es zudem Brauch daß Mädchen vor Sonnenaufgang frisches Wasser schöpften. Es galt als besonders rein und heilkräftig. Ebensogern stiegen Ausflügler auf die "Hausberge", um den Aufgang der Sonne zu beobachten, die drei Freudensprünge tun soll. Zu Himmelfahrt gab es schon immer vielfältige Aktivitäten: Auf dem Polsterberg im Harz treffen sich die Jodler zu einem Wettstreit im ostfriesischen Aurich werden Brautpfade gelegt oder sportliche Wettkämpfe wie Ringereiten ausgetragen. Selbst die berüchtigten Herrenpartien, die in Berlin unter dem Motto "Los von Muttern" standen, haben als Vatertagstouren ihre historischen Wurzeln. In der Hauptstadt fußen sie auf einem alten Handwerksbrauch, in Frankfurt gehen sie auf die sogenannten Brunnenfahrten zurück In Berlin zogen Meister und Gesellen in einem mit Birkengrün geschmückten Kremser hinaus zum Spandauer Bock, um beim Anstich des ersten Bierfasses dabei zusein. Christi- Himmelfahrt (epd). Seit dem vierten Jahrhundert feiern Christen aller Konfessionen 40 Tage nach Ostern das Fest Christi Himmelfahrt. Biblische Grundlage ist neben dem Lukas-Evangelium das erste Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament. Dort steht, daß der Auferstandene vor den Augen seiner Jünger "emporgehoben" wurde: "Himmelfahrt" wird in der Theologie kaum noch als „phantastische Reise" verstanden. Der Himmel ist danach kein geographischer Ort, sondern der "Herrschaftsbereich Gottes". Wenn es im Glaubensbekenntnis heißt "... aufgefahren in den Himmel", bedeutet dies, daß der auferstandene Christus "bei Gott ist".